Der VCP

 


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Eine gute Tat...


Sich für andere einsetzen, durch neue Ideen und Kreativität etwas bewegen, verantwortlich handeln - das bedeutet der bekannte Pfadfinderleitsatz für uns heute.

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"Learning by doing"


Pfadfinderin und Pfadfinder sein heißt für uns, in der Gemeinschaft etwas zu erleben. Durch Ausprobieren lernen wir, neue Wege zu gehen, unsere Gewohnheiten zu überprüfen und solidarisch zu handeln. Indem jede und jeder mitdenkt, mitentscheidet und mitverantwortet, üben wir Demokratie. Wir sind offen für das Neue; Andersartigkeit ist eine Bereicherung unserer Arbeit.

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Eine lange Tradition...


Im Jahre 1907 gründete Lord Baden-Powell in England die erste Pfadfindergruppe. Die daraus entstandene Pfadfin- derbewegung breitete sich schnell über die ganze Welt aus. Auch in Deutschland bildeten sich bald die ersten Pfadfindergruppen. 1973 vereinbarten die, bis dahin selbständig arbeitenden, drei evangelischen Pfadfinderinnen und Pfadfinderbünde, gemeinsam als Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, kurz VCP, weiter- zuarbeiten.

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...mit Zukunft


Die Basis unserer Arbeit ist die kleine Gruppe. Mehrere kleine Gruppen an einem Ort arbeiten eng zusammen. Die Zusammenarbeit setzt sich ortsübergreifend, sowie auf Landes- und Bundesebene fort; dabei legen wir Wert auf eine demokratische Struktur unseres Verbandes. Projekte und andere neue Formen der Jugendverbandsarbeit ergänzen unsere Arbeit.
Der VCP ist Mitglied in den Weltorganisationen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Die Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern sind uns wichtig. Auf großen Pfadfindertreffen, aber auch bei Fahrten, werden internationale Kontakte geknüpft, die oftmals noch sehr lange gepflegt werden.

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In der Gruppe haben wir viel Spaß!


Wir entwickeln zusammen Ideen - keiner ist auf sich allein gestellt.
Wir lernen, eine eigene Meinung zu vertreten und auch andere Meinungen gelten zu lassen. Wir geben unser Wissen weiter und lernen somit auch von anderen.
Wir probieren neue Wege aus und halten nichts für unveränderbar.
Wir beobachten und nehmen nichts ungeprüft hin. Wir helfen anderen und denken dabei nicht nur an uns selbst.
Wir lernen, Hilfe anzunehmen und nicht nur auf dem eigenen Standpunkt zu beharren.
Wir veranstalten Fahrten und Lager.
Wir knüpfen und pflegen weltweit Kontakte.
Wir setzen uns aktiv für den Umweltschutz ein.
Wir planen und gestalten Gottesdienste.
Wir schauen nach vorne und führen Veranstaltungen zu aktuellen Themen durch.
Wir engagieren uns für den Frieden und gegen Ras- sismus und Fremdenfeindlichkeit.

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Wir sind christlich...


"...das Evangelium von Jesus Christus ist Orientierungshilfe für den einzelnen und die Arbeit im Verband"
(aus unserer Bundesordnung)

Wir nennen uns christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder; denn für uns bezieht sich das "Pfade suchen und finden", das Orientieren, auch im übertragenen Sinne auf den eigenen Lebensweg.
Wir verstehen den christlichen Glauben als Orientierung für alle Lebensbereiche. Das heißt, daß bei der Bewältigung von Problemen und Fragen, auch gesellschaftlichen und politischen, unser christlicher Glaube eine ent- scheidende Bedeutung hat.
Die Orientierung am Evangelium heißt für uns:
Wir setzen uns mit der christlichen Botschaft und Tradition auseinander.
Wir sprechen über unseren Glauben und spüren dabei das Gut-Aufgehoben-Sein in der Gruppe.
Wir nehmen aktiv am Leben in der Kirchengemeinde teil.
Wir sind offen für konfessionell nicht- und anders- gebundene Kinder und Jugendliche.

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Arbeitsformen



Entsprechend den unterschiedlichen Anforderungen an Kinder und Jugendliche unterscheiden wir unsere Gruppenarbeit in drei Stufen:
Kinderstufe für 7- bis 10jährige Jungen und Mädchen
Pfadfinderstufe für 10- bis 15jährige Mädchen und Jungen
Rover/ Ranger-Stufe für Jugendliche ab 15 Jahren

In der kleinen Gruppe erleben Mädchen und Jungen gemeinsam Geborgenheit, Freundschaft und Abenteuer. Sie ist der Schwerpunkt unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf Orts- und Bezirksebene ausschließlich von ehrenamtlichen Jugendlichen und Erwachsenen getragen wird.
Darüber hinaus werden gruppen- und ortsübergreifend, vornehmlich in Großstädten, Projekte für und mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt.
Im VCP sind auch Erwachsene persönliche Mitglieder. Erwachsenengruppen vor Ort, im Bezirk oder Land bestimmen die Formen und Inhalte ihrer Arbeit selbst.

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Pfadfinderinnen und Pfadfinder gibt es überall



Weltweit gibt es 22 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Der VCP hat bundesweit 48 000 Mitglieder. Er ist Mitglied im Ring deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände, im Deutschen Bundesjugendring, in der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend (AEJ) und in den Weltorganisationen der Pfadfinderinnen und Pfadfin- der. Der VCP Land Niedersachsen hat ca. 7000 Mitglie- der. Er ist vertreten im Ring der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände Niedersachsens, im Landesjugend- ring und in den landeskirchlichen Jugendkammern.

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Wir warten nicht...



Wir warten nicht auf bessere Zeiten. Wir warten nicht, daß andere die zündenden Ideen haben.
Wir fangen an! Mit dem, was uns Spaß macht, was uns wichtig ist. Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder, weil wir viel erleben wollen:
Fahrten und Lager, Gruppenunternehmungen, Begegnungen mit jungen Menschen im In- und Ausland, Spiele, Basteln, Singen, Diskussionsrunden und Aktionen.
Und wir wollen lernen: Über unsere Umwelt, unsere Gruppe und uns selbst.
Was gibt es im Wasser zu ent- decken? - Was erfahren wir über den Ort, in dem wir leben, das in keinem Geschichtsbuch steht? - Was heißt es, Junge oder Mädchen zu sein?
Pfadfinderinnen und Pfadfinder kann man oft leicht erkennen. Mit unserer Kleidung, der Tracht, zeigen wir, daß wir zu unserer Gruppe, zum Verband und zur weltweiten Gemeinschaft der Pfadfinderinnen und Pfadfinder gehören. Es ist aber jedem Mitglied selbst überlassen, ob es die Tracht tragen möchte oder nicht.
Der VCP bietet ein Erlebnisfeld, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene versuchen, miteinander auszukommen und gemeinsam etwas zu tun.
Pfadfinderin und Pfadfinder sein heißt für uns, als einzelner in einer Gemeinschaft zu leben, Gemeinschaft zu erleben, unsere Gewohnheiten in Frage zu stellen, Andersartigkeit als Bereicherung anzunehmen und in der christlichen Gemeinde mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen.
Behinderte und Nichtbehinderte treffen sich in Gruppen und zu Unternehmungen. Die Integration behinderter Menschen unter dem Motto »Pfadfinder trotz allem« ist ein Teil von Pfadfinden.
Die Gruppe ermöglicht vielseitige und interessante Erlebnisse und Erfahrungen. In der Gemeinschaft können wir lernen, uns dem Nächsten - gerade auch den Benachteilig- ten - zuzuwenden und uns für sie einzusetzen, Verantwortung in Gesellschaft, Kirche und Staat zu übernehmen, die Natur als Gottes Schöpfung zu sehen, deren Teil wir sind, und gewaltfrei für den Frieden zwischen Menschen und Völkern einzutreten.

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Auf die Leute kommt es an.



Überall, wo wir uns treffen. Zur Gruppenstunde, zur gemeinsamen Unternehmung am Wochenende oder in den Ferien, oder einfach nur so.
Überall dort gibt es ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für ihre Gruppe und für ihre Unternehmungen einsetzen - weil es ihnen Spaß macht. Und weil sie selbst als Kinder so viel Wichtiges für ihr Leben bei den Pfad- finderinnen und Pfadfindern gelernt haben, daß sie jetzt etwas davon weitergeben wollen.
Weil sie in der Gemeinschaft über ihren Glauben reden und im Glauben handeln wollen.

In den Gruppen, auf Landes- und Bundesebene wollen wir den großen Zielen unserer Zeit näherkommen: Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.
Ehrenamtliche Mitarbeit, das bedeutet auch: Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen für Ihr Engagement kein Geld. Trotzdem sind wir sicher, daß es sich lohnt, hier dabeizusein.

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Eine weltweite Gemeinschaft



Sir Robert Stephenson Smith Baden-Powell - ein britischer General - begann im Burenkrieg in Südafrika damit Jungen als Kundschafter auszubilden. Er beschloß, den Militärdienst zu beenden, und seine Erfahrungen für den Aufbau einer Jugendbewegung einzusetzen, die dem Frieden dienen sollte: die Pfadfinderbewegung.
1907 führte Baden-Powell sein erstes Zeltlager mit 26 Jungen durch, und innerhalb weniger Jahre entstanden rund um den Erdball Pfadfindergruppen. Sie wollen eine alle Grenzen überschreitende Gemeinschaft sein und zeigen das durch ihre gemeinsamen Zeichen. Gemeinsam ist dieser weltweiten Jugendbewegung die Überzeugung, daß Kinder und Jugendliche am besten durch eigene Erfahrungen und eigene Verantwortung in der kleinen Gruppe lernen.

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