Hier die ursprünglich Begrüßungsrede in kompletter Form [aber Pfadfinder sind ja für´s Improvisieren bekannt... :-)]
Teil 1
Begrüßung -
Danksagung für das Erscheinen, Begrüßung der Gäste...
Teil
2
An diesem
Wochenende haben wir uns hier versammelt, um gemeinsam mit Freunden und
Ehemaligen, gemeinsam - egal ob BdP oder VCP, mittlerweile Nerother Wandervogel
oder Pfadfinderschaft Nordmark - oder als Gast oder besonderer Freund, ein Lager
anlässlich des Truppjubiläums zu machen. Und es ist nicht nur irgendein
Truppgeburtstag, sondern heute wird der Trupp Lohengrin, welcher in der
Tradition der vor vielen Jahren als Rasteder Ortsgruppe des Stamm Parzival gegründeten
steht, 25 Jahre alt. Wir feiern an diesem Wochenende also silbernes Jubiläum !
Bei den
schnell auf- und ablebenden Gruppen ist das schon eine Besonderheit, und den
Trupp Lohengrin umgibt auch eine solch besondere Geschichte, wenn man bedenkt,
wie oft er schon vor dem aus Stand - wie oft große Ereignisse die
Truppgeschichte änderten... Vieles hat sich in der Zwischenzeit ereignet -
Walde, ehemaliger Albatrossippenführer und Parzival-Stammesführer und nun im
Vorstand des BdP, und auf jedem bisherigen Treffen mit Ehemaligen gibt es immer
spannende Geschichten um ein paar schlagkräftige Ritter...
Es gab natürlich,
wie überall in der ehrenamtlichen Jugendarbeit auch Hochs & Tiefs.
Ein Hoch war
z.B. in der jüngeren Zeit im Frühjahr 2000 - zum Trupp gehörten mittlerweile
Sippen in Wiefelstede und Ganderkesee und in Elsfleth entstand eine neue
Aufbaugruppe, aus welcher mittlerweile die Meute Graubruder wurde. Diese Sippe
namens Kardeiß erstellte auch die Stellwände für den "Umwelt- &
Alternative Energie"-Workshop im Big Tipi auf der Expo.
Ein ähnliches
Hoch gab es ´94, als wir seit langem wieder eine Mädchensippe hatten. Das war
die Sippe Ortolan in Wahnbek, welche von der späteren Stellv. Truppführerin
Margitta von Häfen geführt wurde. Zu jener Zeit inzienierte Christian Demandt
mit uns die "Geschichte von Lohengrin" als Theaterstück, welches wir
auf einer Weihnachtsfahrt und ein Jahr später im Altenheim Rastede aufführten...
Zu den Tiefs
gehörten wohl vor allem vor einiger Zeit die regelmäßigen kleinen und
manchmal größeren Problemchen mit dem Raum und den Leuten, die ihn nutzten...
wie üblich, wenn der ehrenamtlichen Jugendarbeit Steine in Weg liegen und
niemand sich wirklich zuständig fühlt, diese wegzuräumen, ging auch schnell
mal die Luft aus dem Engagement raus.
Doch dann gab´s
da noch so´n "dunklen" Rover, der erst verschollen war und plötzlich
wieder auftauchte - und er ging dem neuen StaFü vermutlich ziemlich auf die
Nerven: "Hey - bin da - gebt mit ´nen Trupp und ich zeig Euch das ich das
kann..." Nun damals hatte man wohl nur darüber gelacht und gemeint:
"der soll erst mal zeigen, dass er eine Sippe leiten kann".
Doch dieser
Rover, nennen wir ihn einmal Danny Logemann, verursachte, dass man sich der
Sache wieder annahm - und so hat man ihm mehr oder weniger auch zu verdanken,
dass wir heute alle hier stehen.
Wir haben ein
paar tolle Sachen gehört, was Lohengrin alles war - aber was war es denn genau?
Nun, eines
war der Trupp bestimmt nicht - ein Stamm. Auch wenn man sich umschaut und die
umliegenden Stämme verschiedener Verbände einschließlich BdP anschaut, dann
war sicherlich in Hinblick auf Personal, Material und Organisationsaufwand fast
jeder Trupp im Stamm Parzival mehr Stamm als alles andere umzu - und Parzival
selbst eher schon so etwas wie ein Bezirk. Aber irgendwie schien da noch was
anderes zu sein... Sicherlich, einige im Landesverband haben sich dann und wann
mal geärgert, wenn Parzival mit 12 Delegierten auf eine LDV rauschte und mal
eben etwas für "Unruhe" sorgte - mal ehrlich, uns hat es doch auch
Spass gemacht - oder?
Und wenn es
auch in einem so großen Stamm, wo sicherlich nicht jeder jeden kannte, und es
hier und da kleine und grosse Querelen gab, hat es den meisten doch manchmal
zumindest auch Spass gemacht. Es war ja auch schließlich was besonderes
Parzivalist zu sein... - und es war schon cool, mit 180 Mann auf einem
Stammespfingstlager zu sein (auch wenn mal wieder nur Bümmerstede war :-)
). Andere Stämme mussten immer 4 Jahre warten, um auf einem BULA ein
solches Fahrtenfeeling zu haben...
Aber wie kam
es eigentlich dazu? Nun - vor 25 Jahren kam einer da her und hing einfach ´n
paar Plakate aus... und - (heute wohl unvorstellbar) schwup di wupp waren 8-9
Leute da - und die Sippe Albatros war geboren. Die Gründungssippe des Trupp
Lohengrin war übrigens laut Stammeschronik die erste Gruppe Parzivals außerhalb
der Grenzen Oldenburgs - und es folgte dann die Zeit, in der Parzival in
Oldenburg, Rastede und Hude residierte...
Die
Pfadfinder in diesem Luftkurort waren dann und wann auch in Rastede recht
etabliert...
Einmal war
die Sippe Albatros vom WDR live ins Radio übertragen worden (die Kassette müsste
irgendwo in Ohmstede rumfliegen) - zuletzt waren die Pfadies immer bekannt dafür,
mit einem Hüfkissen auf´s Ellernfest zu ziehen - oder dass sie beim Cityfest
´94 den mächtigen Jurtendom vor der katholischen Kirche ausbreiteten.
Nicht zu
vergessen den Punsch und Glühwein, den Andreas Schlüsche und "Frau Schröder"
zu Weihnachten so tapfer verkauften...
Auch
jugendpolitisch gab es mal aktive Phasen. Eine Zeit lang war ein Klufthemd im
Jugend- und Sozialausschuss zu sehen, in der Schülerzeitung stand - Pfadi habe
ein Jugendparlament einberufen und zuletzt waren die Pfadies sogar zu zweit in
den Vorständen des Gemeindejugendringes und Kreisjugendringes vertreten - auch
wenn das ganze tragischer Weise ein nicht sehr produktives Ende finden musste...
Wo gehobelt
wird, da fallen Späne - auch in der Jugendarbeit - und es kam leider mehr als
einmal zu "ernsten" Gesprächen mit der Jugendpflege. Wir wollen es an
dieser Stelle auch nicht versäumen, uns für so manche Unannehmlichkeiten zu
entschuldigen...
Aber um vor
allem den letzten beiden Lohengrin-Generationen zu zeigen, dass die Jugendpflege
hoffentlich nicht von Natur aus "schlecht" oder
"pfadfinderfeindlich" eingestellt ist, sondern dass es solche Späne
auch schon immer dann und wann gegeben hat, wollen wir hier einmal einen mehr
oder weniger lustigen Artikel aus einer der ersten Stammeszeitungen namens
Explorator zitieren:
"Nachrichten
aus dem Stamm:
Sippe Albatros (Rastede)
Aus
unerfindlichen Gründen kann unsere neu gegründete Sippe "Albatros"
trotz vorheriger Zusage keinen festen Gruppenraum erhalten. Nachdem sie begonnen
hatten sich in einem Raum einzurichten, wurde von der Gemeindeverwaltung veranlaßt,
daß sie diesen Raum verlassen. Sollte die rot angestrichene Decker der Anlaß
sein ?!???!"
Apropos
Zeitung: Vor allen in den letzten Jahren war es uns gelungen, auch mit mehren
Artikel teilweise sogar mit großen Bildern in die Zeitung zu kommen (dazu gibt
es auch einige Stellwände zu sehen). Ganz besonders wollen wir uns an dieser
Stelle bei Herrn Müller bedanken, der sich zwischendurch immer Zeit nehmen musste,
auf ein Foto vorbeizukommen oder unsere plakativ geschriebenen Artikel ins
zeitungsreine und für den Nutzleser verständlich zu übersetzen - tja, es
haben leider noch nicht alle entdeckt, das Pfadfinder zu sein was ganz
besonderes ist... :-)
Aber auch die
Rasteder Rundschau bleib nicht weit zurück und führte mit uns sogar Interviews
durch, z.B. auf dem letzten BdP-Pfadfindertag, wo wir mit Herrn Bürgermeister
Dieter Decker (MdL) und einigen Ratsherren ins Gespräch kamen...
Tja - vor einem Jahr da schien die Welt noch in Ordnung - und wer erinnert sich noch an den zusammengeschnittenen Werbespot für 25 Jahre Lohengrin - 25 Jahre BdP in Rastede, den wir optimistisch beim Pfadfindertag zeigten... Film ab...
[der Film ist zum Teil auf der Pfadfinder-CD, welche für 4,-50 DM beim Trupp erhältlich ist - der ganze Film kann auch auf Anfrage kopiert werden...]